Digitale Transformation als „Managed Evolution“

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist

Henry Ford

Digitalisierung und Digitale Transformation zeichnen sich durch stetige Bewegung aus. Zum einen werden neue Technologien eingeführt um alte Strukturen zu erneuern. Zum anderen steigt die Erwartung, mit diesen Technologien neue Geschäftsfelder zu erobern. Jederzeit stellt sich eine berechtigte Frage: Bringen die gestarteten Initiativen einen Nutzen und arbeiten auf das gewünschte Ziel hin oder sind es nur teure Groschengräber. Eine Auflösung für dieses Dilemma stellt der „Managed Evolution“ Ansatz dar. Ursprünglich aus dem Handling großer Systemarchitekturen kommend, bietet er auch für komplexe Transformationen die nötige Transparenz zu Maßnahmen und ermöglicht es zielgerichtet einen gewünschten Sollzustand zu erreichen.

Veränderung erfolgt in einem festgelegten Rahmen und wird planbar

Im Korridor steuern

Kern der Idee zur Steuerung ist, einen festen Korridor von einem aktuellen Zustand zu einem Zielstand zu definieren. Innerhalb dieses Korridors kann der Nutzen sowohl Zugunsten technologischer Neuerungen (Agilität und Flexibilität) als auch geschäftlicher Anforderungen (Geschäftsnutzen) schwanken. Eines bleibt aber gewiss: Ein stetiger Fortschritt stellt sicher, dass der Zielzustand erreicht wird. Mit diesem Modell im Kopf können auch komplexe Vorhaben einfach und zielgerichtet strukturiert werden. Insbesondere „Irrlichter“ werden erkannt und vermieden.

Prioritäten setzen

Innerhalb des Korridors lässt sich der Nutzen für Maßnahmen erarbeiten. Hierzu eignet sich die Unterscheidung in einerseits Befähiger (Unterstützende Leistungen) als auch Fähigkeiten (Nutzenbringer). Als Beispiel für Befähiger sei genannt, dass es wichtig ist, technologisch zu „wachsen“ (z.B. Infrastrukturen, Plattformen oder Systeme mit künstlicher Intelligenz aufzubauen). Diese dienen als Basis für neue Fähigkeiten, Beispielsweise intelligente Serviceleistungen für Kunden die am Markt angeboten werden können. Jede Maßnahme bringt Nutzen in eine Richtung – die Einschätzung dieses Nutzen ermöglicht es, Prioritäten zu setzen und die nötigen Schritte zur Veränderung zu formulieren.

Fortschritt und Stabilität wechseln sich ab

Nachdem eine Stufe absolviert wurde bietet es sich an, das Erreichte zu stabilisieren. Zum einen können jene Erfolge im Unternehmen verankert werden und breit etabliert werden. Zum anderen wird aber auch die „Fallhöhe“ reduziert, die bei der nächsten Etappe entsteht. Jede Maßnahme kann potentielle Fehlschläge beinhalten – das Risiko, „zurück auf Los“ zu gehen kann jedoch eingeschränkt und besser gesteuert werden. Auf jeder Position lassen sich Korrekturen vornehmen, um Feedback aus unterschiedlichen Perspektiven (Markt, Technik, …) zu absorbieren und gewinnbringend umzusetzen.

Fazit

„Erst Grübeln dann Dübeln“ – Mithilfe der „Managed Evolution“ lässt sich gezielt und kontinuierlich Nutzen über planbare Maßnahmen stiften. Irrlichter werden sofort erkannt und eliminiert. Die Stabilisierung ermöglicht agile Korrekturmöglichkeiten – in Summe bietet der Ansatz insbesondere bei volatilen externen Rahmenbedingungen eine hohe interne Orientierung und trägt zum Erfolg digitaler Initiativen bei.

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